Reisen mit dem E-Auto in den Süden: So entspannt funktioniert’s
Die Deutschen gelten als Reiseweltmeister. Und mit Beginn der Som...

Wälder, Fjorde, Seen und endlose Sommertage: Der hohe Norden zieht jedes Jahr mehr Urlauber*innen an – nicht zuletzt wegen seiner faszinierenden Natur, beeindruckenden Ruhe und nachhaltigen Lebensweise. Besonders für E-Auto-Fahrer*innen lohnt sich die Reise, denn Skandinavien ist Vorreiter in Sachen Elektromobilität.
Ein wichtiger Meilenstein wurde laut der Umweltforschungsorganisation International Council on Clean Transportation (ICCT) im ersten Quartal 2025 in Europa erreicht: Eine Million öffentliche Ladepunkte für Elektrofahrzeuge bestehen nun auf dem Kontinent. Ende 2024 waren es noch 950.000 Ladepunkte.
Doch innerhalb Europas gibt es eine große Bandbreite. Im direkten Vergleich schlägt der Norden klar den Süden. An erster Stelle behauptet sich weiterhin Norwegen, das Mutterland von Mer, mit rund 45 Ladepunkten pro 1.000 Elektrofahrzeuge. Island folgt mit 35 Ladepunkten, auf den weiteren Plätzen liegen Dänemark (30) und Schweden (22). Im Süden Europas herrscht dagegen noch deutlicher Handlungsbedarf: Italien und Spanien kommen gerade einmal auf drei Ladepunkte pro 1.000 Elektrofahrzeuge und bewegen sich damit weit unter dem Durchschnitt.
Wer mit seinem E-Auto Richtung Norden aufbricht, ist hierzulande auf der sicheren Seite. Aufgrund des Ausbaus des Deutschlandnetzes – an dem auch Mer, der europäische Anbieter von Ladeinfrastruktur, beteiligt ist – verschwinden die letzten weißen Flecken von der Landkarte. Auch jenseits der Grenze in Dänemark müssen sich die Fahrer*innen keine Sorge um den Akku ihres Autos machen. Denn der nördliche Nachbar Deutschlands macht es E-Autofahrer*innen dank eines gut ausgebauten Netzes an Ladestationen besonders leicht. Ob an der dänischen Westküste, in Ferienhausgebieten oder mitten in Kopenhagen: Strom für das E-Auto ist immer in Reichweite. Besonders praktisch für Urlauber ist, dass viele Ferienhäuser über eigene Ladepunkte verfügen – so startet man jeden Tag mit voller Batterie ins nächste Abenteuer. Schnellladestationen entlang der Autobahnen und an Einkaufszentren sorgen für kurze Ladezeiten, während AC-Lader für längere Aufenthalte genutzt werden können. Über Apps wie PlugShare oder Clever findet man schnell die nächstgelegene Station. Auch bei den Zahlungsmöglichkeiten herrscht Flexibilität – per App, Karte oder Ladekarte kommt an der Ladesäule niemand ins Schwitzen.
Norwegen gilt nicht nur als Weltmeister beim Anteil der Elektroautos an zugelassenen Fahrzeugen, sondern überzeugt auch mit einer vorbildlichen Ladeinfrastruktur. Über 9.400 Schnellladestationen und insgesamt mehr als 3.000 öffentliche Ladestellen sorgen bei Fahrer*innen von E-Autos im Land der Fjorde für maximale Entspannung – selbst in den entlegensten Regionen Nordnorwegens. Wer eine Reise mit dem E-Auto plant, findet auf ladestasjoner.no eine übersichtliche Karte aller Stationen. Dank zahlreicher Anbieter wie zum Beispiel Mer genügt eine Registrierung, um unterwegs problemlos laden zu können. Dieses dichte Netz sorgt dafür, dass man in Norwegen nicht nur nachhaltig, sondern auch sorgenfrei elektrisch unterwegs ist – egal ob bei einem Roadtrip durch atemberaubende Landschaften oder beim Sightseeing in Städten wie Bergen oder Oslo. Und das Beste: Der in Norwegen produzierte Strom kommt fast zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energiequellen, den Großteil macht dabei die Wasserkraft aus. Statkraft, der Mutterkonzern von Mer, zählt in Europa zu den größten Produzenten von Strom aus erneuerbaren Energien.
Auch ein Schweden-Urlaub ist gut mit dem E-Auto machbar. Allerdings bestehen hier Unterschiede in der Fläche. Während der Süden über besonders viele Ladestationen verfügt, ist das Netz in der Mitte und im Nordosten des Landes weniger dicht. Die Lademöglichkeiten sind hauptsächlich entlang der Hauptverkehrsachsen und rund um größere Städte zu finden. Dem ADAC zufolge verfügt Schweden über 21.000 Ladepunkte, knapp 5.000 davon sind Schnellladepunkte – auch Mer ist dort vertreten. Besonders innovativ zeigt sich das skandinavische Land beim Ausbau der Autobahnen: Auf einem 21 Kilometer langen Abschnitt auf der E20 zwischen Hallsberg und Örebro entsteht derzeit die weltweit erste Autobahn, auf der Elektrofahrzeuge während der Fahrt geladen werden können. Getestet werden dabei zwei Technologien: das konduktive Laden über Stromschienen im Asphalt und das induktive Laden über elektromagnetische Felder, wobei letzteres als zukunftsfähigere Lösung gilt.

Mit der Mer-Ladeinfrastruktur steht Ihrem Roadtrip nichts im Wege.
Auch in Finnland gibt es mit knapp 13.000 öffentlichen Ladepunkten an 3.700 Standorten genügend Ladeoptionen für Elektrofahrzeuge, insbesondere für schnelles Laden. Wer in den Norden des Landes reist, sollte sich vorher allerdings über die Lademöglichkeiten informieren. Denn nach Norden hin nimmt die Dichte der Ladepunkte ab.
Last but not least: Großbritannien, wo Mer ebenfalls Ladesäulen anbietet. In seinen Reisetipps verweist der ADAC darauf, dass die Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge bei den Briten regional unterschiedlich ausgebaut ist: Am besten versorgt ist England. Dort bringt es der Großraum London auf über 15 Ladepunkte pro 100 km, während Schottland, Wales und Nordirland noch Nachholbedarf haben. Umweltzonen mit autofreiem Verkehr gibt es in mehreren Städten – E-Fahrzeuge sind davon meist ausgenommen, müssen aber oft vorab registriert werden, etwa in London.
Insgesamt lässt sich sagen, dass E-Auto-Fahrer*innen mit einem sehr guten Gefühl Richtung Norden aufbrechen können. Die Dichte der Ladepunkte ist dort – mit regionalen Unterschieden – mindestens so gut, wie sie das von Deutschland kennen.
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