In der Textilbehandlung ist Mewa schon lange Experte in Sachen Nachhaltigkeit. Nun sollten auch die Transporte klimafreundlicher werden. Für den Standort in Groß Kienitz baute Mer daher ein Lade-Depot für Elektro-Lkw.

Ausgangs-
situation

  • Lade-Depot für E-Lkw, E-Transporter und E-Pkw
  • Wunsch nach hoher Flexibilität der Ladelösungen
  • Analyse von sechs Standorten und Entwicklung eines technischen Konzepts in der Planungsphase

Warum Mer Germany?

  • Expertise von Mer im Bereich Ladeinfrastruktur
  • Komplettangebot von der Planung bis zur Ausführung des Lade-Depots
  • schnelle und ergebnisorientierte Lösungen bei auftretenden Herausforderungen

Lösung

  • zwölf neue Ladepunkte am Standort Groß Kienitz
  • mittige Platzierung der Hypercharger für flexibles Laden
  • nachhaltige Baulösung durch Wiederverwendung von Pflastersteinen aus dem Bestand

Mewa Textil-Service SE & Co. Management OHG

  • nachhaltiger und flexibler Lösungsanbieter für das Textil-Management nach höchsten Qualitäts- und Sicherheitsstandards
  • starker Kundenstamm mit knapp 200.000 Kunden
  • Familienunternehmen seit 1908
  • europaweit in 14 Ländern mit 5.700 Mitarbeitern an 47 Standorten tätig
Mewa Textil-Service SE & Co. Management OHG

Nachhaltigkeit ist für dieses Unternehmen keine Vision, sondern längst Realität im täglichen Tun: Die Mewa Textil-Service SE & Co. Management OHG mit Sitz ihrer Firmenzentrale in Wiesbaden hat sich auf nachhaltigen Textil-Service spezialisiert, den es europaweit an 47 Standorten mit der Tatkraft von rund 5.700 Mitarbeitenden anbietet. Die knapp 200.000 Mewa-Kunden vertrauen auf die Dienstleistungen des Wäschespezialisten, der Qualität und Umweltschutz in den Bereichen Berufskleidung und Putztüchern verbindet. Die Nachhaltigkeitsstrategie hat Mewa nun mit seinem Ladeinfrastrukturpartner Mer auf die Transporte erweitert und am Standort des Wäschespezialisten in Groß Kienitz Lade-Depots errichtet.

Die Elektromobilität bietet gerade im Transportwesen großes Potenzial, um CO2-Emissionen zu senken und so dem Klimawandel entgegenzuwirken. Denn aktuell wird insbesondere der Gütertransport auf der Straße in Deutschland noch weitgehend von Dieselmotoren angetrieben. Seit Dezember 2023 ist die Ladeinfrastruktur in Groß Kienitz in Betrieb, mit der in zwei räumlich getrennten Bereichen sowohl E-Autos als auch E-Transporter und E-Laster geladen werden können.

Über eine Empfehlung kam Mewa zu Mer
Dass Mewa mit der Umsetzung der Ladelösung Mer Germany beauftragte, hat handfeste Gründe, denn die Expertise von Mer im Bereich Ladeinfrastruktur hatte sich herumgesprochenEin langjähriger Referenzkunde brachte den Ladespezialisten bei Mewa ins Spiel, wo Mer mit seinem Komplettangebot von der Planung bis zur Ausführung des Lade-Depots schnell überzeugte. In der Mewa-Zentrale wurde Mer zuerst tätig: „Nachdem wir im Jahr 2021 in Wiesbaden eine Ladeinfrastruktur mit 12 Ladesäulen für den Pkw-Fuhrpark aufgebaut hatten, wurden sechs weitere Mewa-Standorte im Hinblick auf die Elektrifizierung der Lkw-Flotte analysiert“, erinnert sich Gero Kretschmar, Project Manager bei Mer Germany, an die Anfänge. „Für jeden der Standorte wurde in der Planungsphase ein technisches Konzept gemeinsam mit unserem Elektrikpartner generation E ausgearbeitet.“ Schließlich machte Groß Kienitz als Pilotstandort für die Elektrifizierung der Lkw-Flotte das Rennen und im Juli 2023 bekam Mer den Auftrag, bis Ende 2023 das Lade-Depot fertigzustellen.

Interne Ladesäulen sind an das Werkstromnetz angeschlossen
Da Mewa in Groß Kienitz noch über ungenutzte Netzkapazitäten verfügte, konnten die Ladesäulen, die ausschließlich für die firmeneigenen Nutzfahrzeuge zur Verfügung stehen, problemlos an das Werkstromnetz angeschlossen werden. Vorab prüfte Mer anhand von Berechnungen und Lastgangdaten, dass das Stromkontingent ausreicht und es beim Laden zu keinen Engpässen kommt. Da die Produktion in Groß Kienitz hauptsächlich tagsüber stattfindet, können die E-Lkw in Randzeiten geladen werden oder wenn weniger Betrieb stattfindet, da dann ohnehin ausreichend Strom zur Verfügung steht. Sollten die E-Lkw jedoch dauerhaft zwischendurch geladen werden müssen, bevor sie erneut auf Tour gehen, kann hierfür auch die Lastspitze des Unternehmens erhöht werden.

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Für das schnelle Laden der E-Laster wurden drei DC-Hypercharger 300-2 von alpitronic installiert.

Planung in Kooperation mit Elektrik-Partner
„Für die Projektvorbereitung haben wir alle Daten zusammengefasst, unser Elektrik-Partner übernahm dann die detaillierte CAD-Planung“, berichtet Kretschmar. Aufgrund der räumlichen Situation war es in Groß Kienitz erforderlich, 220 Meter Tiefbauarbeiten durchzuführen, um die Kabelführung von der Stromquelle zu den E-Lkw-Ladesäulen zu überbrücken. Bei der Erschließung einer derart großen Strecke musste Mer die Herausforderung meistern, sehr viel Material zu bewegen und gleichzeitig den laufenden Betrieb zu gewährleisten – was dank der sehr guten Planung ohne Probleme gelang.

Mittig montierte Ladesäulen schaffen Flexibilität
Bei der Errichtung der Ladeinfrastruktur war es Mer enorm wichtig, eine möglichst große Flexibilität zu gewährleisten. „Die Ladeports sind bei den Herstellern noch nicht einheitlich positioniert – theoretisch kann er überall am E-Fahrzeug sein: vorne, hinten, rechts oder links.“, sagt Kretschmar. Da bei Projektstart noch nicht definiert war, welche Fahrzeuge an den Säulen geladen werden sollen, musste also eine flexible und zukunftsfähige Lösung gefunden werden. Die Bedingung seitens Mewa war nämlich eindeutig: Man muss mit dem Kabel gut an den Ladeport kommen. „Deshalb haben wir die Hypercharger mittig in den Parkplatz gesetzt, sodass man von beiden Seiten gut hinkommt. Egal, ob man vorwärts oder rückwärts reinfährt“, erklärt Kretschmar.

Herausforderungen während des Baus gemeinsam gemeistert
Gero Kretschmar von Mer fungierte als Bau- und Projektleiter, das Elektrikunternehmen generation E führte als Subunternehmer den Bau der Lade-Infrastruktur aus. Eine Herausforderung war es, die Bauarbeiten mit dem laufenden Mewa-Betrieb in Groß Kienitz zu koordinieren. „Für die Wäschetransporte fahren die Mitarbeitenden von Mewa in einem U um das Gelände. Für die Bauarbeiten mussten wir eine Teilstrecke sperren und die Mewa-Logistik für mehrere Wochen intern umleiten. Dank der Offenheit aller Beteiligten hat das gut funktioniert“, berichtet Kretschmar. Auch sonst brachte die Baustelle so manche Besonderheit mit sich: „Durch die Arbeiten wurde es auf der Straße recht eng, sodass sich dort immer nur eine begrenzte Anzahl an Leuten und Maschinen aufhalten konnte“, so Kretschmar. Er sei stolz darauf, dass unter diesen beengten Verhältnissen der enge Zeitplan eingehalten werden konnte.

Zwölf Ladepunkte realisiert
Insgesamt wurden zwölf neue Ladepunkte für E-Lkw, E-Transporter und E-Pkw im Zuge der Bauarbeiten auf dem Gelände installiert. Zum Einsatz kamen dabei sechs AC-Wallboxen vom Typ KEBA P30 für die lokale Pkw-Flotte und Fahrzeuge der Mitarbeitenden sowie drei Modelle des DC-Hypercharger 300-2 von alpitronic für die optimale Ladung der E-Laster. Wie an allen Mewa-Standorten war auch in Groß Kienitz Bedingung, emissionsfreien Strom für das Laden zu beziehen. Mer beliefert die Wallboxen deswegen mit 100 Prozent Ökostrom und kümmert sich auch um die Abrechnung des Verbrauchs.

Auch beim Bau auf Nachhaltigkeit geachtet
Bei den Bauarbeiten wurde auch auf Nachhaltigkeit geachtet. So wurden die Pflastersteine aus dem Bestand wiederverwendet. „Wir ließen über 1.000 Pflastersteine einzeln herausnehmen und wieder einsetzen. Bis auf ein paar wenige Steine, die kaputtgingen, konnten wir alle wieder hernehmen.“ Diese Lösung, die bereits eingesetzte graue Energie für die Produktion der Steine zu nutzen, ist einerseits besonders umweltfreundlich, andererseits war es auch optisch die beste Variante. Denn durch die Verwendung neuer Pflastersteine hätte kein einheitliches Bild mehr geschaffen werden können.

Aus dem Pilotstandort soll mehr werden
Die Bedeutung des Pilotstandorts Groß Kienitz hebt Martin Mühling, Leiter Distributionslogistik bei Mewa, hervor: „Um zukünftig eine große Fahrzeugflotte elektrisch betreiben zu können, bedarf es zunächst einer ausreichenden Ladeinfrastruktur an unseren Standorten. Ich freue mich, dass wir mit der Ladeinfrastruktur in Groß Kienitz nun Erfahrungen sammeln können. So können wir unseren Kunden den nachhaltigen Rundum-Service von Mewa künftig mit deutlich geringeren Emissionen liefern. Ein wichtiger Schritt in die Zukunft, der uns auch dabei helfen wird, die richtigen Maßnahmen für weitere Standorte abzuleiten.“

Die Kooperation der Beteiligten brachte den Erfolg
Die gute und intensive Kooperation während des Projekts betont auch Niklas Horsmann, Senior Key Account Manager bei Mer: „Dank der guten Zusammenarbeit aller Beteiligten waren wir in der Lage, dieses spannende und herausfordernde Projekt im gesetzten Zeitrahmen abzuschließen und auch knifflige Situationen stets schnell und ergebnisorientiert zu lösen. Wir freuen uns, Mewa auch weiter auf ihrem Weg zur nachhaltigen Mobilität zu unterstützen.“

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