Von den Ladesäulen der Firmenflotte des Modeunternehmens mit Hauptsitz in München profitieren auch Mitarbeitende ohne Firmenwagen.

Die Willy Bogner GmbH bezieht an ihrem Hauptsitz in München 100 Prozent Ökostrom und agiert klimaneutral. In Übereinstimmung mit der unternehmensweiten Strategie wollte BOGNER mit dem Bau von Ladeinfrastruktur für Elektroautos dann den nächsten Schritt zu noch mehr Klimaschutz und Nachhaltigkeit gehen. Den Zuschlag für das Projekt erhielt im Jahr 2023 der Ladespezialist Mer mit Hauptsitz in München, der mit seinem breiten Produktportfolio überzeugt hatte. „Ein wichtiger Punkt für uns war, dass Mer auch direkt abrechenbare Ladelösungen für Mitarbeitende ohne Firmenwagen anbietet“, erläutert Alena Haage, Teamlead Marketing und Communications bei BOGNER. Denn von Anfang war es erklärtes Ziel, eine breit angelegte, zukunftsfähige Lösung zu schaffen, durch die nicht nur die bestehende E-Fahrzeugflotte von BOGNER, sondern auch die privaten Elektroautos der Mitarbeitenden bedient werden können.

Ausgangs-
situation

  • Bau von Ladeinfrastruktur als nächster Schritt in Richtung Klimaschutz und Nachhaltigkeit
  • Wunsch nach einer breit angelegten, zukunftsfähigen Lösung für Firmen- und Privatfahrzeuge der Mitarbeitenden

Warum Mer Germany?

  • Optimales Angebot von direkt abrechenbaren Ladlösungen für Mitarbeitende ohne Firmenwagen
  • Übernahme von Wartung und Abrechnung

Lösung

  • Zehn Wallboxen am Standort München
  • VPN-konfigurierter Router sorgt für durchgehenden Zugriff auf das Lade-Backend
  • Flexible Erweiterung der Ladeinfrastruktur möglich durch Vorbereitung von sieben weiteren Stellplätzen

Bogner Headquarter

Willy Bogner GmbH

  • Führender Anbieter im Luxury Sports Fashion Bereich
  • Familienunternehmen seit 1932
  • Hauptsitz: München
Willy Bogner GmbH

Vom Pre-Check bis zur Inbetriebnahme der Ladeinfrastruktur: ein Projekt mit Weitblick

Im November 2023 startete der Ladespezialist unter Beteiligung seines langjährigen Elektrikpartners, der Nelhiebel Elektrotechnik GmbH, mit den detaillierten Planungen des Projekts, das in der nur wenige Jahre alten und daher neuwertigen Tiefgarage ausgeführt werden sollte. „Am 9. Januar 2024 haben wir den Pre-Check vorgenommen, bei dem die technischen Gegebenheiten vor Ort geprüft wurden“, erinnert sich Patrick Schwän, Project Manager bei Mer. Wie sich herausstellte, war der Standort optimal für die Integration von Ladeinfrastruktur geeignet: Denn im Zuge des Garagenneubaus in BOGNERs Firmenzentrale war ein separater Verteilerschrank installiert worden, sodass die Ladetechnik direkt an das vorhandene Stromnetz angeschlossen werden konnte – bei einer Leistungszuteilung von 110 kW und 160 Ampere.

Schnelle Installation der Ladelösung

Nach Abschluss der Planung ging die Installation der gesamten Elektromobilität-Ladeinfrastruktur in nur zwei Wochen im Dezember 2024 vonstatten: „Im ersten Untergeschoss der zweistöckigen Tiefgarage haben wir zehn Parkplätze mit AC-Wallboxen ausgestattet“, berichtet Schwän. Dass BOGNER sich für die AC-Technik mit Wechselstrom und nicht für das Schnellladen mit Gleichstrom (DC) entschied, hat pragmatische Gründe: „Die AC-Lösung ist für Unternehmensstandorte besonders geeignet. Denn während ein Fahrzeug an einer Raststätte besonders schnell geladen werden muss, haben die Mitarbeitenden eines Betriebs oft den ganzen Arbeitstag, mindestens aber die Zeit eines Meetings zur Verfügung, um den Akku ihres Autos aufzufüllen“, erläutert Schwän. Zudem sind DC-Charger deutlich größer als AC-Geräte und hätten eine weitaus umfangreichere elektronische Infrastruktur benötigt, was sich natürlich auch in den Kosten widerspiegelt. Im Fall von BOGNER passte die Wechselstromvariante (AC) also am besten, da während der Arbeitszeit genügend Spielraum zum Laden des Akkus besteht. Somit wählte BOGNER die für seine Bedürfnisse rationalste und praktikabelste Ladelösung in der Sparte Business Charging.

Die optimalen Bedingungen in der Tiefgarage sorgten für eine besonders schnelle Umsetzung der Bauarbeiten: Bestehende Kabeltrassen konnten mitgenutzt werden. Die eingesetzten Stromschienen an der Seitenwand ermöglichten zudem eine besonders platzsparende und sichere Verlegung – mit einem großen Zuleitungskabel, sodass nicht für jede Wallbox eine Einzelzuleitung notwendig war. „Dass die Integration von Ladepunkten beim Garagenbau schon mitgedacht wird, ist nicht die Regel. Das war bei BOGNER natürlich sehr angenehm, ist aber keine notwendige Voraussetzung. Oft haben wir es auch mit alten Bestandsbauten zu tun. Daher machen wir uns vor jedem Projekt beim Pre-Check vor Ort ein genaues Bild der Lage“, erzählt Project Manager Schwän.

Skalierung der Ladeinfrastruktur nach oben integriert

Um der zunehmenden privaten Nutzung von E-Fahrzeugen durch BOGNER-Mitarbeitende auch über die zehn installierten Wallboxen hinaus begegnen zu können, wurden bei sieben weiteren Stellplätzen schon alle notwendigen Leitungen vorbereitet. Wird eine Erweiterung der Ladeinfrastruktur gewünscht, ist die Hardware somit schon vorhanden, die Wallboxen können dann unkompliziert und schnell nachgerüstet werden. Alle Ladepunkte sind über einen zentralen Switch verbunden. Da in der Tiefgarage kaum Mobilfunkempfang vorhanden ist, setzte Mer auf einen VPN-konfigurierten Router – damit ist der Zugriff auf das Lade-Backend jederzeit möglich. Die Ladeinfrastruktur lässt sich so digital überwachen, warten und verwalten. Im Service-Auftrag übernimmt Mer auch die Wartung der Anlage und die Abrechnung der Ladezeiten für BOGNER.

Flexibel auf neue Gesetze für Ladestationen von Elektrofahrzeugen reagiert

In einem dynamischen Umfeld wie dem der Elektromobilität kann es auch während der Projektphase zu gesetzlichen Neuerungen kommen. „Dieser Fall ist tatsächlich eingetreten“, sagt Schwän. Es musste deshalb zu jeder Wallbox zusätzlich eine Steuerleitung verlegt werden, um den Anforderungen des neuen §14a EnWG gerecht zu werden. Dieser neu hinzugefügte Paragraf besagt, dass der Netzbetreiber bei Bedarf die Möglichkeit zur Leistungssteuerung haben muss – die gesetzliche Änderung wurde von Mer umgehend berücksichtigt und flexibel ins Projekt integriert.

Hohe Auslastung an der Ladeinfrastruktur: Nutzen für die Umwelt und die Mitarbeitenden

Bei BOGNER ist man mit der realisierten Ladeinfrastruktur rundum zufrieden. Alena Haage freut sich über den positiven Klimaeffekt: „Laut dem bereitgestellten Dashboard konnten wir in einem aktiven Nutzungszeitraum von vier Monaten durch das Laden vor Ort bereits 4.724 kg CO₂ einsparen – mit steigender Tendenz, da künftig alle Firmenfahrzeuge ausschließlich vollelektrisch betrieben werden sollen.“ Dass so viel Kohlendioxid eingespart werden konnte, liegt vor allem auch an der intensiven Nutzung der Ladesäulen durch die Belegschaft. „Wir haben eine konstant hohe Auslastung“, ergänzt Alena Haage. Mit der Förderung der Elektromobilität durch Ladesäulen und der guten Akzeptanz im eigenen Haus ist BOGNER nun auf der nächsten Nachhaltigkeitsstufe angekommen.

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