Warum das netzoptimierte Laden für den Erfolg der E-Mobilität so wichtig ist.

Und was man über das Laden von E-Fahrzeugen sonst noch wissen sollte.

Datum:

28.10.2021

Lesezeit:

2 min

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Mer Solutions GmbH

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Mer Solutions GmbH

Erstens: So oft muss ein E-Auto nun auch wieder nicht laden. Jedenfalls dann nicht, wenn das Fahrzeug, wie seine Vorgänger mit Verbrennungsmotor, auch bewegt wird. Gerade mal 22 Kilometer am Tag sind das durchschnittlich in Metropolregionen. In Kleinstädten und Dörfern werden Autos pro Tag durchschnittlich 44 km bewegt. Aber auch das reicht nicht, um einen Akku leer zu fahren.

Zweitens: Wenn alle gleichzeitig laden, zum Beispiel ab 18 Uhr nach Feierabend, könnte es im Stromnetz durchaus zu Engpässen kommen. Könnte! Muss aber nicht! An genau dieser Stelle kommt das netzoptimierte Laden ins Spiel. Netzoptimiertes Laden bedeutet nichts anderes, als dass ein E-Fahrzeug zwar nach Feierabend ganz normal an seine Wallbox angeschlossen wird, der Strom jedoch erst dann fließt, wenn es das Netz auch hergibt und sich nicht im roten Bereich an seiner Belastungsgrenze befindet. Um das in Perfektion zu gewährleisten, wäre es sinnvoll, wenn in Zukunft Auto, Wallbox und Netz ganz selbstverständlich miteinander kommunizieren könnten. Technisch wäre das über sogenannte Smart Meter Gateways möglich. Aber was ist das eigentlich? Hinter dem Begriff verbirgt sich nichts weiter als eine intelligente Mess- und Steuereinrichtung, die eine smartere Netzsteuerung ermöglicht als eine durchbrennende Sicherung.

Allerdings arbeiten Netzbetreiber, Wallboxproduzenten und Autohersteller in Sachen Smart Meter Gateway noch nicht so intensiv zusammen, wie es vielleicht sein sollte. So lassen sich beispielsweise noch immer nicht aus allen E-Fahrzeugen automatisch Ladeprofile auslesen. Und durch die aktuelle Erhebungsweise der Netzzustandsdaten weiß ein Netzbetreiber lediglich, dass irgendwo eine Sicherung durchgebrannt ist. Bei der Suche nach der Antwort, wo genau das passiert ist, tappt er meist eine Weile im Dunkeln. Die Möglichkeit, Verbrauchern im Falle einer Überlastung das Stromnetz abzuschalten, ist technisch ebenfalls möglich und wird vor allem mit Großkunden aus der Industrie heute schon praktiziert. Sollten eines Tages jedoch hunderttausende E-Fahrzeuge ans Netz gehen, muss der Einsatz von Smart Meter Gateways sehr viel engmaschiger erfolgen, als dies heute der Fall ist.

Dass wir bei Mer das netzoptimierte Laden schon heute ermöglichen können, liegt an einem relativ kleinen Umweg, den wir bei der Datenerhebung für unsere Ladeprofile gehen: Diese lassen sich auch anhand der Schwankungen an der Strompreisbörse erstellen. Ist die Stromnachfrage gering oder das Stromangebot besonders hoch, sinkt der Preis. Ist die Nachfrage hoch, beziehungsweise das Stromangebot gering, steigt er. Anhand des Preisbarometers der Strompreisbörse lässt sich so entscheiden, wann das Beladen von E-Fahrzeugen zu Netzengpässen führen könnte und wann nicht. Das alles funktioniert ganz ohne teuren Netzausbau.

Dennoch müssen unsere Stromnetze in Zukunft intelligenter werden. Das sichere Aufladen von Elektrofahrzeugen ist nur der erste Schritt hin zu einer nachhaltigen Energiewende. Im zweiten Schritt wird es darum gehen, die E-Fahrzeuge intelligent entladen zu können, um sie als Energielieferanten zu nutzen. In einer vollgeladenen Autobatterie steckt genügend Strom aus Erneuerbaren Energien, um einen Ein-Familien-Haushalt über eine Woche zu versorgen. 

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