Hypercharging – wer nicht schnell schwimmt, wird zum Treibgut

Neben der Reichweite gilt die Ladegeschwindigkeit als eines der wichtigsten K.O.-Kriterien der Elektromobilität. Damit dürfte bald Schluss sein, denn der technische Fortschritt beim Laden ist rasant.

Datum:

13.10.2021

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Mer Solutions GmbH

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Marketingsprache setzt stets darauf, Wirkungstreffer zu erzielen. Dem amerikanischen Automobilhersteller Tesla gelang so einer, als er seine öffentlichen Ladestationen 2012 als „Supercharger“ bezeichnete. Seitdem gilt das Tesla-Ladenetz als besonders flott. Dabei lieferten die ersten Ladestationen gerade mal 90 KW maximal. Zum Vergleich: Aus einer normalen Haushaltsteckdose kommen 3,8 KW.

 

Erst Jahre später schafften die Supercharger zwischen 120 und 150 KW. Mit denen konnte ein Tesla in 20 Minuten zu 50 Prozent aufgeladen werden. Das entspricht immerhin einer Reichweite von ca. 200 Kilometern. Die aktuelle Generation der Tesla Supercharger, die seit 2019 aufgestellt wird, schießt Energie mit 250 KW in die Batterie. Doch der neueste Stand der Technik ist das nicht.

 

Längst werden die Tesla Supercharger von sogenannten Hyperchargern in den Schatten gestellt. Hypercharger laden mit 300 KW. Sie liefern also 200 Kilometer Reichweite in ca. 10 Minuten. Das ist ungefähr die Zeit, die man braucht, um sich an der Tankstelle einen Kaffee zu kaufen und diesen in Ruhe auszutrinken. Die rund 720 Kilometer lange Fahrt von Berlin nach Lindau würde mit einer Hypercharging-Session nur noch 30 Minuten länger dauern als mit einem Verbrenner – nämlich 6 Stunden insgesamt. Mit dem Stand der Technik von 2017 hätten für die Fahrt mit dem Stromer noch ganze 8 Stunden und zwei Ladestopps eingeplant werden müssen.

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