Wir wollten dafür eine echte CO2-neutrale Lösung und kein Greenwashing mit Zertifikaten.

Dimitri Boger, TecAlliance - Lead Facility Management & Energy

Dimitri Boger ist als Lead Facility Management & Energy bei TecAlliance in Weikersheim tätig. Der führende Experte für Datenmanagement und -prozesse im Kfz-Ersatzteilmarkt plant, bis 2030 CO2-neutral zu arbeiten. Dazu trägt auch der Umstieg auf die Elektromobilität bei, der gemeinsam mit dem Elektromobilitätsdienstleister Mer realisiert wurde.
Wir sprachen mit Boger über die Herausforderungen beim Umstieg auf E-Mobilität und die besondere Energielösung am Standort Weikersheim, bei der die Ladeinfrastruktur in ein Gesamtsystem mit PV-Anlage und Batteriespeicher eingebunden ist.

Ausgangs-
situation

  • Suche nach einer Lösung zum Umstieg auf Elektromobilität
  • Vergleich der Angebote verschiedener Elektromobilitätsdienstleister
  • Mer überzeugt durch ganzheitliche Ladelösung

Warum Mer Germany?

  • finanziell sehr gutes Angebot
  • flexible All-inclusive-Lösung für Flotten
  • Koordination aller notwendigen Arbeiten
  • Arbeit an Sonderlösungen

Lösung

  • ganzheitliche Ladelösung am Firmenstandort und bei Fahrer*innen zu Hause
  • 25 Ladepunkte am Standort Weikersheim
  • eigene PV-Anlage auf den Parkplatzdächern
  • eigener Batteriespeicher

Success Story: TecAlliance. © 2023 TecAlliance GmbH
© 2023 TecAlliance GmbH

TecAlliance GmbH

  • weltweiter Marktführer für Teiledaten und Geschäftslösungen für den Kfz-Ersatzteilmarkt
  • starker Kundenstamm mit über 1.000 führenden Marken im Automotive Aftermarket und 27 Global Players als Gesellschafter
  • 30 Jahre Erfahrung
  • aktiv in 140 Ländern weltweit mit über 900 Mitarbeitern in 22 Niederlassungen
  • 5 führende Marken
TecAlliance GmbH

Herr Boger, warum haben Sie sich beim Aufbau der Ladeinfrastruktur von TecAlliance für Mer entschieden?

Wir haben mit einer Ausschreibung die Angebote verschiedener Elektromobilitätsdienstleister vergleichen können. Dabei hat Mer nicht nur ein finanziell sehr gutes Angebot abgegeben, sondern uns auch konzeptionell mit seiner flexiblen All-inclusive-Lösung für Flotten überzeugt.

Was macht das Konzept von Mer so besonders?

Mer hat uns eine ganzheitliche Ladelösung angeboten, die uns als Unternehmen sehr entlastet. Das Produkt ermöglicht das Laden am Standort, öffentlich und bei den Fahrer*innen zu Hause. Gerade das Laden zu Hause ist angenehm smart geregelt: Wir müssen uns weder um die Abrechnung kümmern noch um die Wartung der Wallboxen. Das übernimmt alles Mer. Für uns als Unternehmen ist das ein Riesenvorteil. Das erste gemeinsame Projekt mit Mer haben wir dann 2022 am Standort Köln umgesetzt.

Welche Größenordnung hatte das Projekt und wie lief die Umsetzung?

Am Standort in Köln selbst haben wir 26 Ladepunkte eingerichtet. Für mich als Facilitymanager lief das reibungslos. Der Standort Köln ist ein Mietobjekt; ich musste lediglich den Vermieter, den Elektriker vor Ort und Mer miteinander vernetzen. Was ebenfalls für Mer sprach: Das Unternehmen übernimmt und koordiniert alle Gewerke. Etwa, wenn bei der Einrichtung der Ladeinfrastruktur Tiefbauarbeiten vorgenommen werden müssen, also beispielsweise der Asphalt aufgeschnitten werden muss. Was mir ebenfalls gut gefallen hat, ist die Arbeit an Sonderlösungen. Im Zuge der Einrichtung der Ladeinfrastruktur gab es nämlich plötzlich Probleme mit der Internetleitung, weil diese nicht richtig verlegt worden war. Obwohl es gar nicht in die Zuständigkeit und in die Verantwortung von Mer fiel, hat sich der Key-Account Manager extrem um eine Lösung bemüht und diese auch gefunden. Das hat mir sehr imponiert.

2023 erfolgte der Ausbau der Ladeinfrastruktur an Ihrem Standort in Weikersheim wieder mit Mer. Das Besondere dabei war die Integration der 25 Ladepunkte vor Ort an eine eigene PV-Anlage, die auf den Parkplatzdächern installiert ist, sowie an einen eigenen Batteriespeicher. Warum haben Sie sich in Weikersheim für eine solche Lösung entschieden?

Weikersheim ist unsere eigene Unternehmensimmobilie, ein Gebäude, das unter anderem auch aufgrund einer Vielzahl an Serverräumen sehr energieintensiv ist. Daher haben wir uns eine energetische Lösung überlegt, die sich auf unseren gesamten Energieverbrauch und unseren CO2-Footprint positiv auswirkt. 2018 haben wir mit der Geschäftsleitung entschieden, dass wir als Unternehmen bis 2030 CO2-neutral werden wollen. Wir wollen dafür echte CO2-neutrale Lösungen entwickeln und nicht einfach nur Greenwashing mit Zertifikaten betreiben. Unsere Energielösung hat auch einen wirtschaftlich sehr positiven Impact: Die gesamte Anlage wird sich in weniger als 10 Jahren amortisiert haben. Wir sparen uns so rund 80 Prozent unserer aktuellen Energiekosten.

Success Story: TecAlliance. © 2023 TecAlliance GmbH

Wie arbeiten PV-Anlage, Batteriespeicher und Ladeinfrastruktur zusammen?

Unsere PV-Anlage liefert 202 KWh, der Batteriespeicher ist auf 512 KWh ausgelegt. Der Speicher ist übrigens mit ehemaligen E-Auto-Batterien bestückt. Wir haben sogar noch Racks frei, um die Kapazität in Zukunft weiter zu erhöhen. Sowohl unser Gebäude als auch der Ladepark mit 25 Ladepunkten sind in das Gesamtsystem integriert. Das war in der Größenordnung mit den Unterverteilungen und der Integration des Lastmanagements eine Herausforderung. Die PV-Anlage und der Batteriespeicher wurden ja von einer Partnerfirma (ACCS Power) eingerichtet, also nicht von Mer selbst. Aber auch hier erfolgte die Zusammenarbeit sehr kunden- und lösungsorientiert, um alle notwendigen Schnittstellen zu implementieren.

Wie nehmen Ihre Mitarbeiter*innen das Thema Elektromobilität auf?

Es gibt Mitarbeiter*innen, die sehr offen sind. Andere sind noch immer skeptisch. Wir versuchen, mit verschiedenen Anreizen unseren Mitarbeitenden den Umstieg auf die E-Mobilität zu erleichtern, etwa, indem die rein elektrischen Dienstwagentypen höherklassiger sind als die Plug-in-Hybride. Wir unterstützen Mitarbeiter*innen aber auch privat beim Umstieg auf E-Mobilität. Wer sich privat ein E-Fahrzeug zulegt, hat die Möglichkeit, sich eine Firmenladekarte zuzulegen. Lediglich die Grundgebühr für das Backend muss der Mitarbeiter selbst zahlen. Dafür kann dann umsonst bei uns am Standort geladen werden, so oft die Person will.

Sie selbst fahren schon einige Jahre ein E-Fahrzeug. Welche Erfahrung haben Sie mit E-Mobilität gemacht?

Ich habe gemerkt, dass der Umstieg auf E-Mobilität ein anderes Fahrverhalten erfordert. Mit einem E-Fahrzeug ist es meist sinnvoller, eine halbe Stunde eher loszufahren und entspannt unterwegs zu sein, statt die Strecke mit 200 Km/h durchzufahren. Mir liegt das, weil ich nicht der Typ bin, der 800 oder 1.000 Kilometer am Stück durchfahren muss, sondern die Ladepausen gern nutze. Am Schnelllader steht man meist nur eine Viertelstunde. In der Zeit trinke ich dann in Ruhe einen Kaffee oder ich nehme mir Zeit für einen Call oder um E-Mails zu beantworten. Das ist für mich keine verlorene Zeit.

Müssen Sie Ihre Fahrten besonders planen?

Nicht wirklich. Meiner Erfahrung nach ist die Ladeinfrastruktur in Deutschland mittlerweile so gut, dass ich vorab kaum noch prüfe, wo ich laden kann, sondern einfach losfahre. Ich selbst habe schon zwischen 700 und 800 Kilometern am Tag ohne Probleme zurückgelegt.

Welche anderen Vorteile hat E-Mobilität?

Als technisch und naturwissenschaftlich denkender Mensch überzeugt mich vor allem die physikalische Effizienz der Elektromobilität. E-Motoren wandeln Energie weitgehend verlustfrei um. Sie stecken 10 Kilowatt Leistung in ein Fahrzeug rein und bekommen fast 10 Kilowatt wieder raus. Beim Verbrenner gehen leider locker 6 Kilowatt verloren. Wenn die 10 KW fürs E-Auto direkt von der Sonne kommen, wie das bei uns im Standort mit der PV-Anlage passiert, dann ist das eine einfache wie saubere Geschichte.

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